15 Interkultureller Dialog

Beim interkulturellen Dialog handelt es sich um den offenen und respektvollen Austausch zwischen Menschen, Gruppen und Organisationen mit unterschiedlichem kulturellem Background oder verschiedenen Ansichten. Jugendliche von überall in der Welt haben ihre eigene Weltanschauung. Doch bei der Zusammenarbeit mit jungen Leuten unterschiedlicher Herkunft ist es wichtig, aufgeschlossen zu sein, um verschiedene Arten, wie Ziele erreicht und Projekte umgesetzt werden, verstehen und wertschätzen zu können.

Es ist auch wichtig erkennen zu können, dass wenn die Jugendlichen die Ansichten ihrer KollegInnen anderer Herkunft nicht wertschätzen, deren Beitrag am Projekt eventuell nicht verstanden und somit weitere Ideen und Vorschläge nicht mehr eingebracht werden. Dies wird die aktive Partizipation beeinträchtigen und macht die Zusammenarbeit zu einer einseitigen Angelegenheit. Deshalb ist es wichtig, dass beim Zusammenarbeiten Gleichheit und Kreativität zählen um die Partnerschaft zu stärken.

Beim Versuch, mit Leuten anderer Herkunft zusammenzuarbeiten, stellen sich die Jugendlichen vielen Herausforderungen. Meist handelt es sich um Sprachbarrieren, Unterschiede in der wirtschaftlichen und politischen Situation der verschiedenen Länder, dem ungleichen technologischen Fortschritt der Länder, die soziokulturelle Lebensweise der Jugendlichen und um Umweltbedenken in Bezug auf nachhaltige Entwicklung.
Diese Herausforderungen können zu Schwierigkeiten führen, wie zum Beispiel zu Verwirrung wegen Missverständnissen aufgrund unterschiedlicher Herkunft, Geschlechterdiskriminierung(zum Beispiel auf Grund traditioneller Rollenmuster), Vorurteile gegenüber Religion oder Sitten, Vetternwirtschaft basierend auf ethnischer Herkunft, Mangel an Wissen und Fachwissen infolge wenig oder keiner Bildung, Widerstand gegen Veränderungen oder Anpassungen aufgrund traditioneller Normen.

Eine konkrete Methode um die interkulturelle Kommunikation zu stärken ist das Organisieren von interkulturellen Jugendlagern und Workshops. Es werden Aktivitäten durchgeführt mit dem Ziel, Kommunikationsfähigkeit zu bilden und Respekt für die Kulturen anderer zu erlangen. Diese Treffen werden mehrmals vor, während und nach der Projektzusammenarbeit abgehalten. Es ist wichtig, auswerten zu können, wie die Teilnehmenden mit kulturübergreifenden Aspekten umgehen, nachdem sie an solchen Programmen teilgenommen haben. Wichtig ist zudem, dass die Leute aufgeschlossen sind und andere offen über ihre Herkunft und Lebensweise informieren. Gleichzeitig erfahren sie mehr über die Herkunft der Anderen. Ein weiterer Schritt könnte gemacht werden, indem die Jugendlichen Austauschreisen unternehmen während denen sie den Kulturwandel leben, durch Kulturschocks gehen und mit Wertschätzung der Kultur des besuchten Landes zurückkehren.

Interkulturelle Kommunikationsfähigkeit muss geschaffen werden, damit Barrieren und Einschränkungen im interkulturellen Dialog und der Zusammenarbeit reduziert und beseitigt werden können. Basiskommunikationsfähigkeit wird in allen Kulturen unterschiedlich angewendet. Es ist nützlich, zuerst kulturübergreifendes Wissen zu erlangen, indem man sich mit kulturellen Eigenschaften, Werten, Überzeugungen und Verhaltensweisen vertraut macht. Durch Toleranz und Aufgeschlossenheit lernt man anschliessend das eigene Verhalten zu ändern oder anzupassen. So wird man verständnisvoll gegenüber anderen Kulturen und kann die richtige Bedeutung und Handlung den verschiedenen kulturellen Verhältnissen zuweisen. Durch das Erlangen dieser Fähigkeiten fällt die Integration leichter und die Zusammenarbeit wird effizienter.


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